Bayerischer Bläserklassentag in Neuburg an der Donau …

…und unsere Schulbläserklasse mittendrin!

Pünktlich um 6.45 Uhr am 28. Juli 2011 verließ der Bus das Gelände am Musikheim, im Gepäck die fröhlichen Kinder der Schulbläserklasse mit ihren Instrumenten.  Kuscheltier und Kissen waren zwar dabei, doch die Aufregung des bevorstehenden Tages verhinderte wohl das fest vorgenommene Nickerchen. So kamen alle froh und voller Tatendrang in Neuburg an der Donau an. Das vorbildlich geplante 1. Bayerische Bläserklassetreffen sah vor, dass jede der 80 Bläserklassen von  zwei Personen den ganzen Tag als Scouts betreut wurden.
Standkonzerte auf der Donauwiese:
Unsere Scouts Simon und Herr Schuberth führten uns zielsicher mit sämtlichem Gepäck und den Instrumenten über die große Donaubrücke zur Donauwiese, wo wir uns in die Reihe der Kurzkonzerte einreihten.  „Vorbildlich, super, tolle Intonation, und dieser Sound!“ So schwärmte neben mir  ein Zuhörer, der es sich nicht nehmen ließ, nach dem kleinen Standkonzert die Kinder nochmal persönlich zu loben. Ja, sie hatten sich wirklich ins Zeug gelegt und einen tollen Auftritt absolviert.

Überall war Musik
Danach bestand die Möglichkeit, auch anderen Kapellen zuzuhören. Alle 80 Gruppierungen hatten ja eine oder mehr Möglichkeiten, zu musizieren.  Aus  allen Ecken und Straßen, Höfen und Kirchen erklang Musik.  Im Schlosshof staunten wir nicht schlecht, als die Realschüler mit Bigbandsound oder mit „Thriller“ von Michael Jackson zu glänzen wussten.
Gemeinsames Spielen auch ohne Musik
Nach dem Mittagessen (ohne Stau bei so vielen Leuten!) stand Schlossbesichtigung oder  Spielplatz auf dem Plan. Wir hatten uns richtg entschieden. Denn am nahe gelegenen schattigen Abenteuerspielplatz tobten sich unsere Kids so richtig aus. Dabei wurden auch mal die “Instrumentengruppen“  untereinander gemischt.
Auf zum XXL-Konzert
Als dann das Gewitter sich schon mit Grollen ankündigte, begaben sich alle Bläserklassen aus allen Richtungen und Gruppierungen in Richtung Karlsplatz. Nach einer Regenunterstellpause  trafen alle rechtzeitig mit ihren Instrumenten ein. Dort lernten wir auch den Organisatior Herrn Reißner kennen, der alles so akribisch genau geplant hatte und nun auch durchführte. Nur den Regen hat er leider etwas zu früh bestellt.  Pünktlich nach den drei Glockenschägen um 15 Uhr  erklangen die Trompetensignale aus den Fenstern von drei verschiedenen umliegenden historischen Gebäuden.  Keiner der 2300 Musiker am Platz gab einen Ton von sich. Es war Spannung pur, als dann die drei Trompeten auch noch gemeinsam aus den Fenstern von dreierlei Seiten erklangen.  Dann begann das XXL-Konzert:
Begeistert spielten unsere 2300 Musikkinder ihre Gemeinschaftsstücke  wie z.B. Bruder Jakob oder die Bayernhymne und folgten den genauen Anweisungen des Dirigenten. Ich war begeistert, wie die Stücke auf Anhieb klappten. So mancher Gemeinschaftschor bei einem Bundesbezirksmusikfest könnte sich da ein Beispiel nehmen!!  Und dann auch noch einen Kanon: Super geklappt! Kaum zu fassen. Die jüngsten Musiker sind gerade mal in der dritten Klasse!
Als das Konzert fast zu Ende war, traf dann auch der Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ein.  Er hatte im Stau gestanden. Er wurde mit einem „klingendem B“ empfangen und für  ihn spielten die vielen blitzenden Instrumente den „Schoolspirit“. Mit Spannung erwartet, hatte er ein Lob und zwei Sätze für die vielen Kinder übrig. Kurze Reden sind zwar beliebt,  sie war allerdings schneller als der Öffnungsmechanismus meines Fotos.
Da der Regen nun immer unnachgiebiger wurde, hatten die Organisatoren inzwischen alle Busfahrer verständigt, dass die Busse bereits zu diesem Zeitpunkt an den Abholorten erscheinen sollten. Und siehe da, als uns unsere Scouts wieder mit unserem Gepäck über die Donaubrücke zurückbegracht hatten, erwartetet uns schon Dieter Kraus mit seinem Omnibus für die Heimreise.
Fazit: Ein  Tag der unseren Kindern, aber auch 2300 anderen Kindern und Begleitern in wunderbarer Erinnerung bleiben wird. Einfach XXL
Gitta Lauger, Juli 2011